Excerpt from Die Erste Theilung Polens, Vol. 1 Das Material, welches dem Forscher bisher zur Verfugung stand, war sparlich genug. Abgesehen von einigen belang losen Memoiren, konnten blos die von Gortz ver ffentlich ten Documente ben tzt werden; die wichtigste Schrift. Die Aufzeichnungen Friedrich's, wurde mit entschiedenem Miss trauen angesehen und desshalb nicht gen gend ausgebeutet. Herrmann zog in seiner russischen Geschichte, bei Dar stellung der ersten Theilung, das Dresdener Archiv heran. Zumeist waren es die Depeschen Essen's, die von ihm be nutzt wurden. So werthvoll auch die Berichte dieses Ecob achters sind, sie gew hren nur einen reichhaltigen Stofi f r die Schilderung der inneren Verh ltnisse Polens, ber den Theilungsprocess als solchen verbreiten sie der Natur der Sache nach kein Licht. Essen war in dieser Beziehung auf das blosse H rensagen angewiesen von den Str mungen in Berlin, Petersburg und Wien konnte er nur oberfiachliche Kunde haben. Herrmann bringt auch in der That keine neue Aufiassung, so verdienstvoll und zutreffend seine son stige Darstellung der polnischen Zustande ist. Die Publication Smitt's (fr d ric II., Catharine II. 1860) liess neue Aufschl sse erwarten. Dieser Schriftstellerhatte sich durch einige Werke einen achtbaren Namen ge macht, und man mochte hofien, dass er die ihm zugang lichen russischen Archive in eingehender Weise ausbeuten werde. In diesen Erwartungen sah man sich allerdings ge t uscht. Seine Arbeit hat keinen andern Zweck, als den seiner Ansicht nach strictesten Nachweis zu liefern, dass Friedrich, und nur Friedrich, direct auf die Theilung hin gearbeitet. In dem ersten Theile seiner Arbeit, der 1850 niedergeschrieben wurde, hatte er doch wenigstens einiger massen Anhaltspunkte fur diese Behauptung. Aber auch in dem letzten Abschnitte, den Smitt zehn Jahre sp ter hinzugef gt, lasst er sich in seiner Auffassung nicht be irren, obwohl mittlerweile mancherlei in die Oefientlichkeit trat, was bei unbefangener Wurdigung seine Ansichten zu modificiren geeignet gewesen ware. Es musste anderseits mit Misstrauen erf llen, dass Smitt, dem russische Mate rialien zuganglich waren, nicht ein einziges Actenst ck mittheilt, welches einigermassen Aufschluss uber die rus sisehe Politik gewahrt, sondern sich damit begnugt, Depe schen Friedrich's an Solms zu ver ffentlichen. Auch ver f hrt er keineswegs bei Benutzung seines Materiales, gelinde gesagt, kritisch genug, er w rde sonst manche falsche Inter pretation, um nicht zu sagen Ve'rdrehung, vermieden haben. About the Publisher Forgotten Books publishes hundreds of thousands of rare and classic books. Find more at www.forgottenbooks.com This book is a reproduction of an important historical work. Forgotten Books uses state-of-the-art technology to digitally reconstruct the work, preserving the original format whilst repairing imperfections present in the aged copy. In rare cases, an imperfection in the original, such as a blemish or missing page, may be replicated in our edition. We do, however, repair the vast majority of imperfections successfully; any imperfections that remain are intentionally left to preserve the state of such historical works.