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Frühneuzeitliche Ansichten über die Ursachen der Pest: Eine historische Studie anhand gelehrter Pestschriften

Frühneuzeitliche Ansichten über die Ursachen der Pest: Eine historische Studie anhand gelehrter Pestschriften in Ottawa, ON

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Wer heute nach den Ursachen einer Krankheit fragt, bekommt in den meisten Fällen Krankheitserreger genannt: Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten. Diese wurden allerdings erst in den letzten ca. 150 Jahren entdeckt, zum Beispiel der Tuberkelbazillus, der Erreger der Cholera - und auch das Pestbakterium. In der Zeit davor konnten die Menschen über den Ursprung der Pest, die vom 15. bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts neben Hunger und Krieg zu den größten existentiellen Bedrohungen der Menschen zählte, nur spekulieren: Was ist die Ursache der Pest? Gibt es so etwas wie eine Ansteckung? Was kann präventiv gegen diese Krankheit getan werden? Wie sieht eine gute Therapie aus? Die vorliegende historische Studie hat 180 deutsche und lateinische Quellen der Frühen Neuzeit (ca. 16. bis 18. Jahrhundert) zum Thema "Ätiologien der Pest" untersucht und ausgewertet, von kurzen Pesttraktaten bis hin zu umfangreichen Schriften, die von gelehrten Autoren mit meist medizinischer oder theologischer Ausbildung stammten. Vor allem die religiösen sowie die auf einer gewissen Einbildung oder Imagination fußenden Ursachenbeschreibungen haben in der Medizingeschichte der letzten 100 Jahre kaum Beachtung gefunden - und werden hier ausführlich thematisiert. Reflexionen zu den Diskussionen über die Ansteckung (Kontagion) sowie zur Krankheitsbereitschaft (Disposition) einzelner Menschen und damit auch Fragen nach den Einflüssen der sozialen Lage, der wirtschaftlichen Tätigkeit, der Lebensführung, aber auch des Geschlechts und der ethnischen Zugehörigkeit schließen sich an. Eine systematische und kritische Darstellung früherer Ätiologien, die nicht als "Kuriositätenkabinett" daherkommt, sondern als ernstzunehmende Erklärungsversuche des vormodernen Denkens, Weltbilds und der Mentalität des frühneuzeitlichen Menschen.
Wer heute nach den Ursachen einer Krankheit fragt, bekommt in den meisten Fällen Krankheitserreger genannt: Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten. Diese wurden allerdings erst in den letzten ca. 150 Jahren entdeckt, zum Beispiel der Tuberkelbazillus, der Erreger der Cholera - und auch das Pestbakterium. In der Zeit davor konnten die Menschen über den Ursprung der Pest, die vom 15. bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts neben Hunger und Krieg zu den größten existentiellen Bedrohungen der Menschen zählte, nur spekulieren: Was ist die Ursache der Pest? Gibt es so etwas wie eine Ansteckung? Was kann präventiv gegen diese Krankheit getan werden? Wie sieht eine gute Therapie aus? Die vorliegende historische Studie hat 180 deutsche und lateinische Quellen der Frühen Neuzeit (ca. 16. bis 18. Jahrhundert) zum Thema "Ätiologien der Pest" untersucht und ausgewertet, von kurzen Pesttraktaten bis hin zu umfangreichen Schriften, die von gelehrten Autoren mit meist medizinischer oder theologischer Ausbildung stammten. Vor allem die religiösen sowie die auf einer gewissen Einbildung oder Imagination fußenden Ursachenbeschreibungen haben in der Medizingeschichte der letzten 100 Jahre kaum Beachtung gefunden - und werden hier ausführlich thematisiert. Reflexionen zu den Diskussionen über die Ansteckung (Kontagion) sowie zur Krankheitsbereitschaft (Disposition) einzelner Menschen und damit auch Fragen nach den Einflüssen der sozialen Lage, der wirtschaftlichen Tätigkeit, der Lebensführung, aber auch des Geschlechts und der ethnischen Zugehörigkeit schließen sich an. Eine systematische und kritische Darstellung früherer Ätiologien, die nicht als "Kuriositätenkabinett" daherkommt, sondern als ernstzunehmende Erklärungsversuche des vormodernen Denkens, Weltbilds und der Mentalität des frühneuzeitlichen Menschen.

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