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Ketchup und Curry: Kulinarische Nachkriegsökonomie der Currywurst: Därme, Gewürzmischungen, und die pragmatische kalorische Versorgung im zerstörten Berliner Stadtbild, 1949
Coles
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Ketchup und Curry: Kulinarische Nachkriegsökonomie der Currywurst: Därme, Gewürzmischungen, und die pragmatische kalorische Versorgung im zerstörten Berliner Stadtbild, 1949 in Ottawa, ON
Current price: $7.99


Ketchup und Curry: Kulinarische Nachkriegsökonomie der Currywurst: Därme, Gewürzmischungen, und die pragmatische kalorische Versorgung im zerstörten Berliner Stadtbild, 1949 in Ottawa, ON
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Size: Kobo eBook
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Im zerbombten Berlin des Jahres 1949 war Nahrung nicht nur ein Mittel zum Überleben, sondern eine knappe Währung auf dem Schwarzmarkt. Fleisch war extrem rar, qualitativ minderwertig und Därme zur Wurstherstellung fehlten völlig. In dieser rauen Umgebung aus Trümmern und Besatzungsmächten schuf die pragmatische Imbissbuden-Betreiberin Herta Heuwer ein ikonisches deutsches Gericht aus reiner Notwehr. Weil sie keine klassischen Würste anbieten konnte, besorgte sich Heuwer billige "Spandauer ohne Pelle", übergoss den faden Geschmack der gestreckten Fleischmasse mit einer selbstgemischten Sauce aus Tomatenmark und Worcestersauce und fügte Currypulver hinzu – ein exotisches Gewürz, das britische Soldaten in die Stadt gebracht hatten. Das Gericht war extrem billig, lieferte schnelle Kalorien für hart arbeitende Bauarbeiter und übertünchte den Geschmack der Mangelwirtschaft perfekt. Dieses Buch beleuchtet die faszinierende Schnittmenge von Gastronomie und Nachkriegsökonomie. Sie erforschen die dunklen Lieferketten des Berliner Schwarzmarktes, die psychologische Funktion von deftigem Trostessen in Krisenzeiten und den rasanten Aufstieg der Fast-Food-Kultur. Schmecken Sie den Erfindergeist der Not. Lernen Sie, wie eine simple Mischung aus Ketchup und britischen Gewürzen zum kulinarischen Symbol des deutschen Wiederaufbaus wurde.
Im zerbombten Berlin des Jahres 1949 war Nahrung nicht nur ein Mittel zum Überleben, sondern eine knappe Währung auf dem Schwarzmarkt. Fleisch war extrem rar, qualitativ minderwertig und Därme zur Wurstherstellung fehlten völlig. In dieser rauen Umgebung aus Trümmern und Besatzungsmächten schuf die pragmatische Imbissbuden-Betreiberin Herta Heuwer ein ikonisches deutsches Gericht aus reiner Notwehr. Weil sie keine klassischen Würste anbieten konnte, besorgte sich Heuwer billige "Spandauer ohne Pelle", übergoss den faden Geschmack der gestreckten Fleischmasse mit einer selbstgemischten Sauce aus Tomatenmark und Worcestersauce und fügte Currypulver hinzu – ein exotisches Gewürz, das britische Soldaten in die Stadt gebracht hatten. Das Gericht war extrem billig, lieferte schnelle Kalorien für hart arbeitende Bauarbeiter und übertünchte den Geschmack der Mangelwirtschaft perfekt. Dieses Buch beleuchtet die faszinierende Schnittmenge von Gastronomie und Nachkriegsökonomie. Sie erforschen die dunklen Lieferketten des Berliner Schwarzmarktes, die psychologische Funktion von deftigem Trostessen in Krisenzeiten und den rasanten Aufstieg der Fast-Food-Kultur. Schmecken Sie den Erfindergeist der Not. Lernen Sie, wie eine simple Mischung aus Ketchup und britischen Gewürzen zum kulinarischen Symbol des deutschen Wiederaufbaus wurde.

















