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Spielarten des Religioesen im deutschen Maerchen um 1800: Studien zu den Maerchensammlungen von Christoph Martin Wieland, Johann Karl August Musaeus, Benedikte Naubert, den Bruedern Grimm, Wilhelm Hauff und Ludwig Bechstein
Coles
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Spielarten des Religioesen im deutschen Maerchen um 1800: Studien zu den Maerchensammlungen von Christoph Martin Wieland, Johann Karl August Musaeus, Benedikte Naubert, den Bruedern Grimm, Wilhelm Hauff und Ludwig Bechstein in Ottawa, ON
By None
Current price: $98.79
Original price: $123.44


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Spielarten des Religioesen im deutschen Maerchen um 1800: Studien zu den Maerchensammlungen von Christoph Martin Wieland, Johann Karl August Musaeus, Benedikte Naubert, den Bruedern Grimm, Wilhelm Hauff und Ludwig Bechstein in Ottawa, ON
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Religion und Märchen – beide scheinen auf den ersten Blick wenig gemein zu haben. Bei genauerem Hinsehen offenbart das profane Märchen jedoch reichhaltige Spuren des Religiösen: Neben Hexen und Heiligen spricht es von der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und der Erdenwanderung der Götter. Die Auswahl der untersuchten Sammlungen ermöglicht eine Öffnung des wissenschaftlichen Blicks über die viel erforschten Kinder- und Hausmärchen hinaus auf die Hoch-Zeit des Märchens. Die Analyse zeigt, wie im Medium des Märchens auf unterschiedlichste Weise Stellung zum Religionsdiskurs um 1800 bezogen wird. Zudem können die Märchen als Stimme der Kritik an zeitgenössischen Phänomenen wie der christlich imprägnierten Pseudo-Wissenschaft der Physiognomik oder dem verhängnisvollen Volksglauben an Hexerei nutzbar gemacht werden. Das Märchen erweist sich damit als oftmals unterschätzter, in der Forschung bislang wenig beachteter Beiträger zu gesellschaftsrelevanten Debatten seiner Zeit.
Religion und Märchen – beide scheinen auf den ersten Blick wenig gemein zu haben. Bei genauerem Hinsehen offenbart das profane Märchen jedoch reichhaltige Spuren des Religiösen: Neben Hexen und Heiligen spricht es von der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und der Erdenwanderung der Götter. Die Auswahl der untersuchten Sammlungen ermöglicht eine Öffnung des wissenschaftlichen Blicks über die viel erforschten Kinder- und Hausmärchen hinaus auf die Hoch-Zeit des Märchens. Die Analyse zeigt, wie im Medium des Märchens auf unterschiedlichste Weise Stellung zum Religionsdiskurs um 1800 bezogen wird. Zudem können die Märchen als Stimme der Kritik an zeitgenössischen Phänomenen wie der christlich imprägnierten Pseudo-Wissenschaft der Physiognomik oder dem verhängnisvollen Volksglauben an Hexerei nutzbar gemacht werden. Das Märchen erweist sich damit als oftmals unterschätzter, in der Forschung bislang wenig beachteter Beiträger zu gesellschaftsrelevanten Debatten seiner Zeit.

















