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Coles Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam at Bayshore Shopping Centre in Ottawa, ON
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Eine "verschleierte Selbstdarstellung" hat Stefan Zweig sein Erasmus-Buch genannt, mit dem er "Größe und Grenzen des Humanismus" aufzeigt – Triumph und Tragik eines großen, aber zur Tat nicht entschlossenen Denkers, Erasmus von Rotterdam, "der erste bewusste Europäer, der erste streitbare Friedensfreund, der beredteste Anwalt des humanistischen, des weit- und geistesfreundlichen Ideals", wurde durch seine Kritik an der Theologie und der Kirche zum Wegbereiter der Reformation. Doch er förderte sie nicht, distanzierte sich vielmehr mit seiner eigenen Ansicht über den freien Willen des Menschen von Luthers Meinung. Er riet, als Kurfürst Friedrich ihn im Glaubensstreit zwischen Luther und dem Papst um sein Votum bat, bei deutlicher Sympathie für die Erneuerung der Kirche, "angesehene und unverdächtige Richter" einzusetzen. Erasmus wollte und konnte seine eigene Meinung, vielleicht aus Furcht vor Verantwortung, nicht ausschlaggebend werden lassen. Der wohl berühmteste und gelehrteste Mensch seiner Zeit zog sich so in sich selbst zurück. Denn "der freie, der unabhängige Geist, der sich keinem Dogma bindet und für keine Partei entscheiden will, hat nirgends eine Heimstatt auf Erden". 'Sendung und Lebenssinn' der Persönlichkeit des Niederländers Erasmus' werden einleitend zur Biografie dargestellt. Als Besonderheit von dessen Charakter stellt Zweig heraus, "dass er unter allen Schreibenden und Schaffenden des Abendlandes der erste bewusste Europäer gewesen sei, der erste streitbare Friedensfreund" und er betont Erasmus' immerwährende Ablehnung jeglicher Form von Fanatismus. Es ist eine Folge dieser Charaktereigenschaft, dass er nicht zu einer schillernden Figur der Geistesgeschichte wird, so Zweig – ganz im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Luther.
Eine "verschleierte Selbstdarstellung" hat Stefan Zweig sein Erasmus-Buch genannt, mit dem er "Größe und Grenzen des Humanismus" aufzeigt – Triumph und Tragik eines großen, aber zur Tat nicht entschlossenen Denkers, Erasmus von Rotterdam, "der erste bewusste Europäer, der erste streitbare Friedensfreund, der beredteste Anwalt des humanistischen, des weit- und geistesfreundlichen Ideals", wurde durch seine Kritik an der Theologie und der Kirche zum Wegbereiter der Reformation. Doch er förderte sie nicht, distanzierte sich vielmehr mit seiner eigenen Ansicht über den freien Willen des Menschen von Luthers Meinung. Er riet, als Kurfürst Friedrich ihn im Glaubensstreit zwischen Luther und dem Papst um sein Votum bat, bei deutlicher Sympathie für die Erneuerung der Kirche, "angesehene und unverdächtige Richter" einzusetzen. Erasmus wollte und konnte seine eigene Meinung, vielleicht aus Furcht vor Verantwortung, nicht ausschlaggebend werden lassen. Der wohl berühmteste und gelehrteste Mensch seiner Zeit zog sich so in sich selbst zurück. Denn "der freie, der unabhängige Geist, der sich keinem Dogma bindet und für keine Partei entscheiden will, hat nirgends eine Heimstatt auf Erden". 'Sendung und Lebenssinn' der Persönlichkeit des Niederländers Erasmus' werden einleitend zur Biografie dargestellt. Als Besonderheit von dessen Charakter stellt Zweig heraus, "dass er unter allen Schreibenden und Schaffenden des Abendlandes der erste bewusste Europäer gewesen sei, der erste streitbare Friedensfreund" und er betont Erasmus' immerwährende Ablehnung jeglicher Form von Fanatismus. Es ist eine Folge dieser Charaktereigenschaft, dass er nicht zu einer schillernden Figur der Geistesgeschichte wird, so Zweig – ganz im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Luther.
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